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Geschichte

Die erste schriftliche Überlieferung über die Stadt Nysa stammt aus dem 13. Jahrhundert. Aus diesen Angaben geht beispielsweise hervor, dass der Breslauer Bischof Jarosław bereits 1198 die St. Nikolaus-Kirche konsekrierte und die Gebiete um Nysa dem Bistum Breslau verlieh. Die günstige Lage der Stadt an der Kreuzung von Handelswegen und die Tatsache, dass Nysa zum Sitz des Bistums Breslau gewählt wurde, hatten einen bedeutenden Einfluss auf ihre Entwicklung. Seit dem 13. Jahrhundert nahm eine systematische Erweiterung der dem Bistum gehörenden Gebiete zu, die dazu beitrug, dass Nysa langsam zu einem reichen Fürstbistum, das bis 1810 bestand, wurde. Dies war eine Blütezeit des hiesigen Handels und Handwerks. Nysa war u.a. für seine Goldschmiede- und Juweliererzeugnisse bekannt und war auch ein wichtiges Zentrum des Salzhandels. Bischöfen lag aber nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt am Herzen, sondern auch die Bildung ihrer Einwohner. In Nysa entstanden zahlreiche Bildungsstätten, die Lese- und Schreibfähigkeit war bei den in Nysa lebenden Menschen recht verbreitet. Mit der Entwicklung der Stadt ging auch der architektonische Fortschritt einher, es entstanden wunderschöne, sowohl sakrale wie auch säkulare Gebäude, zu denen u.a. die Mariä-Himmelfahrt-Kirche, das barocke Gebäude der Stadtwaage, der herrlich verzierte Brunnen ”Piękna studia” oder auch dem italienischen Werk Berninis nachempfundener Tritonbrunnen gehören. Die Lage von Nysa änderte sich nach der Niederlage im Ersten Schlesischen Krieg, als die Stadt unter die preussische Herrschaft kam. Nysa wurde in eine Garnisonstadt umgewandelt. Im 19. Jahrhundert baute man ein Eisenbahnnetz, Wasserwerke und eine Abwasseranlage. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Nysa fast vollständig von der Roten Armee zerstört. Der Wiederaufbau der Stadt nahm viele Jahre in Anspruch, zahlreiche historische Gebäude werden noch heute restauriert und Nysa erlangt langsam seinen einstigen Glanz wieder.

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